why can't we reach the sun?
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jaha!
4.7.07 18:03


ich habe keine lust mehr. gestern abend wollte ich gern alles hinschmeißen und nach vielen tagen wochen und vielleicht sogar monaten haben sich saemtliche zweifel heute endlich eingestellt. mir gab ts brief mut gestern und kraft auch aber eigentlich ist es doch etwas ganz anderes. ich bin dankbar aber eigentlich war es nicht das. ich habe das interview mit tocotronic gelesen in der taz und habe jetzt wirklich keine lust mehr. auf den ganzen rest. ueberall vorwuerfe und kampf und konkurrenz. wie, du bist toller als ich? erreichst mehr? du bist ja scheiße! menschen sind solche vollidioten. nicht, als haette ich das nicht schon vorher gewusst, aber heute weiß ich es anders, als bisher. fuck it, absolut und endgueltig. ich brauche mich nicht zu rechtfertigen und jetzt muss ich mich nicht einmal mehr erklaeren, auch um meiner selbst willen nicht. beweggruende hin oder her, ein gesicht und wie viel das schon wert ist, nette versuche, zu helfen, anregungen, ueber dinge nachzudenken, die ich seit jahren mit meinem gewissen klar gemacht habe. neid? nicht einmal, aber meistens versteckt, eher aber ueberall, wo es fast sogar zugegeben wird. es ist witzig, wie den tollsten untolle dinge an den kopf geworfen werden und wie vorbilder es noetig haben, etwas nicht noetig zu haben. ich bin enttaeuscht aber nicht einmal desillusioniert, nur bin ich mir endlich sicher. jetzt ohne mich, es mag dies und jenes sein und so oder anders und wie sonstwas wirken und klingen, aber. weil: ich weiß es besser.
alles.
2.7.07 18:28


was mich am menschen stoert, ist seine chronische unzufriedenheit.
26.6.07 18:42


[16:06] violence: ich meine, spielst du gerne abgesehen von der musik in deiner band.
[16:07] bjarminn: ja.
[16:07] bjarminn: nru deswegen mache ich es...... um spielen zu koennen. der momente wegen, in denen ich den ganzen rest vergesse, weil nur das spielen zaehlt.

gestern habe ich eine der mails bekommen, in denen mich ein mensch fragt, warum ein maedchen wie ich in so einer band spielt. enttaeuscht. viele dieser fragenden sehen darin ihre ideale verraten. weil sie denken, ihre ideale seien auch meine ideale. woher der gedanke? aber er spielt keine rolle. ich wollte eine antwort darauf geben, der mail gestern, weil diese mail ueber das ikarische ensemble gesprochen hat. nécrologue à l'innocence.
hier habe ich die antwort im prinzip gegeben. und natuerlich.. es macht mich nicht gluecklich. pop macht mich nicht gluecklich. ich will mein leben nicht in dieser welt verbringen. ich hasse, was ich tue. ich verabscheue die medien, in denen ich praesent bin. so sehr, dass ich mich dazu hinreißen lasse, offen zur taz zu sprechen. nur aus dem grund, dass es die taz ist, nicht die bravo. aus affektion, ueberstuerzung. und ich bin sicher, er hat nicht wahrgenommen, welches geheimnis ich verraten habe. laechel..

[16:08] violence: aber es würde dich doch mehr erfüllen wenn du für etwas spielen würdest für das es sich zu spielen lohnt.
[16:11] bjarminn: ja.
[16:12] bjarminn: aber diese gelegenheit habe ich nicht. die chance, die ich hatte, war die chance, pop zu machen. und fast taeglich vergessen zu duerfen. den preis dafuer war ich bereit zu zahlen. und jetzt zahle ich.

damit ist doch alles geklaert, im prinzip. erklaert. nicht? was soll ich denn sonst erzaehlen.. wie soll ich es sonst erklaeren? worauf brauche ich ueberhaupt noch einzugehen, um das verstaendlich zu machen? jede facette meiner gefuehlswelt? sie waechst doch viel zu schnell, als dass ich sie greifen und euch in form von buchstaben praesentieren koennte.

[16:12] violence: hast du überhaupt gesucht nach anderen chanchen.
[16:14] bjarminn: nein, dafuer war es zu frueh. ich haette die schule erst fertig gemacht. die einzige suche hat mich zu dieser hier gebracht. und sie ist viel groeßer. außerdem ist sie ja gleichzeitig die chance, etwas anderes zu spielen. nur eben jetzt noch nicht.
[16:14] bjarminn: außerdem habe ich dir zu voreilig zugestimmt.
[16:14] bjarminn: das fuer ist falsch.
[16:14] bjarminn: ich spiele ja nicht fuer die musik.
[16:14] bjarminn: sondern fuer das vergessen.
[16:14] bjarminn: und dafuer spiele ich auch jetzt.

und ich werde es wirklich vermissen, irgendwann. und wer nicht sieht, was ich gesehen habe und die groeßten dinge verneint, die es zu lernen gibt, dem fehlt etwas entscheidendes, das einen menschen ausmachen und ihm die glueckseligkeit schenken kann.
26.6.07 16:06


alles ist eine mischung aus hass, wut und gleichgueltigkeit. ist nicht paradox, nackte tatsache. ich stehe mit dem ruecken zu euch und ihr seid allesamt hanswurste. denn auch, wenn ich augen im hinterkopf habe, bleibe ich euch hiermit abgewandt. viel vergnuegen noch mit euren diskussionen bezueglich der grundverkehrten hypothesen ueber das ding, das unterm stachelkleid steckte.
adieu, mes amours.
24.6.07 22:28


ok, war ja noch garn icht fertig.
tssss.
immer noch sonntag. das hotel war merkwuerdig. ghotel. von der deutschen post. ein déjà-vu. der hof war huegelig. die mauern davor auch nicht gerade. alles sehr wie das wort, das mir im moment fehlt. denise wollte unbedingt noch weggehen. aus trotz, ich bin mir sicher. haha. kathi und ich hatten beide keine lust mehr, haben uns aber dazu aufgerafft. christian wollte mit. zum hafen fahren. mit dem taxi.d as wasser ansehen. rauchen. es ist nichts daraus geworden, da kam kein taxi, nichts. wir standen nur draußen, hatten nicht einmal feuer. sind irgendwann wieder rein gegangen, haben an der rezeption, die immer leer steht in dem hotel, gerauchtu nd sind dann ins bett gefallen.
montag. frueh aufgestanden, sehr frueh. gleich in die maske, ich hab wieder verschlafen haha. dann zur schule gefahren. auftritt gehabt. gedreht. und ich hab jetzt doch keine lust mehr zu rekonstruieren. blaablaablaa halt. ich hab nur bilder von der kurzen, kurzen, kurzen zeit im kopf. ich haette sterben koennen, als Du schon da warst und ich nochmal rein musste und zehn minuten verschwenden. ich ich ich. habe so viele bilder im kopf. blicke. bewegungen. beruehrungen. Dein geruch. allein fuer das einatmen an Deinem hals wuerde ich mein leben lassen. aber es hat mir das leben nicht genommen, es hat es mir gerettet. das, woraus Du mich geholt hast, war so dunkles grau, wie Du es noch nie gesehen hast. und Du bist hereingeplatz, so selbstverstaendlich. und hast mich rausgezerrt. warum klingt alles so flach und leer und falsch, warum hat es schon immer so geklungen. warum finde ich kein einziges wort mehr, warum bringe ich keinen satz zustande. ich liebe Dich. ich will etwas, das ich anbeten kann, ich will etwas, wobei ich mich bedanken kann dafuer, dass es Dich gibt. ich will mich endlich irgendwo bedanken koennen. so richtig. ausreichend. aber es wuerde nie ausreichen, das weiß ich. ich platze schon wieder.
6.6.07 23:08


rekonstruieren.
das waere leichter, wenn ich es mir endlich angewoehnen wuerde, immer gleich zu notieren.
sonntag. sonntag fahrt nach hamburg. hm. okay. aufgestanden, irgendwann. ach ja, verschlafen. meine mutter hat mich geweckt, ich hab sie angemotzt dann weil sie mir essen mitgeben wollte. "was soll ich mit so nem bescheuerten apfel?" sie hat mir dann trotzdem essen gemacht und sowas tut mir leid. fuck it. schnell alles in den koffer geschmissen, was ich finden konnte, sie hat mich dann zum bahnhof gefahren. haben rosa in wuerzburg abgeholt, weil sie von rock im park kam. ich hasse wuerzburg. ich habe nur den bahnhof gesehen und ich habe es gehasst. ich war vielleicht eine halbe stunde dort und ich wollte die ganzen 30 minuten lang weg. der bahnhof ist schrecklich und die menschen vorm bahnhof waren schrecklich. sind so lang gefahren, in diesem furchtbar unbequemen kleinen bus, alles hat weh getan. aber egal. fern gesehen. babel. wunderbarer film. und viel family guy. ich habe geschlafen. so gut es ging. und bin genau in dem augenblick aufgewacht, in dem wir in die stadt reingefahren sind. hamburg. und habe aus dem fenster gesehen und es hat sich angefuehlt wie im flugzeug nach island. so aehnlich. vielleicht nicht ganz so intensiv. ich kann es nicht sagen. aber so. es war. wie heim kommen. etwas sehr, sehr, sehr großes und wichtiges finden. ich habe gegen die traenen gekaempft und dann nur noch aus dem fenster starren koennen. um jede hauswand, jeden buergersteig, jeden muelleimer, jedes schild, jedes gesicht, jeden baum, einfach alles aufzusaugen. ich werde dort hinziehen. ich gehe davon aus. ich will. ich werde. wenn dann auch noch die bestaetigung Deinerseits kommt, dann will ich mich an dem gedanken schicksal festklammern, ihn fest umarmt halten und einfach so tun, als ob. das ist SCHICKSAL, oder wagt es hier jemand, nicht daran zu glauben?!
mein mann, meine stadt, mein leben.
ich glaube, ich koennte gluecklich werden.
6.6.07 22:59


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